Vanlife: Minimalistisches Leben mit Dachzelt und SUV VLOG#0026 #LebenImAuto

Man müsste meinen, minimalistisch und SUV widersprechen sich. Auf jeden Fall ist ein SUV als Neuwagen an sich nicht billig. Aber abgesehen von den Autokosten – die ja bei jedem Autofahrer auftreten – kann man trotzdem minimalistisch leben, wenn man Vollzeit mit Dachzelt und SUV unterwegs ist. Minimalistisch heißt jedoch nicht einfach, wenige Dinge zu besitzen – obwohl ich nicht viel Zeug habe, und auch nicht, einfach nur wenig Geld auszugeben. Was Minimalismus für mich bedeutet, und wie viel Geld ich im Vanlife wofür ausgebe, sowie mein Setup in diesem Artikel und Video. Viel Vergnügen!

Zu Beginn ein paar Infos zum Thema Essen im Vanlife. Natürlich kann man sich einen Campingkocher mitnehmen. Oder gar nicht warm essen. Oder sich in einem Imbiss etwas mitnehmen. Für mich ist jedoch keine dieser Möglichkeiten attraktiv. Was ich am Vanlife vor allem genieße, ist eben, nicht kochen zu müssen, keine Küche putzen zu müssen, nicht immer am gleichen Ort zu essen. Im Alltag esse ich oft eine einfache Brotzeit, am liebsten als Picknick mit schönem Ausblick. Ich gehe im Biomarkt einkaufen, weil ich keine Düngemittel, Pestizide u.ä. im Essen haben möchte und zum Umweltschutz beitragen möchte. Ich genieße eine Latte Macchiato am Morgen in einem Café, und mein warmes Essen durchschnittlich jeden 2. oder 3. Tag in einem schönen Restaurant mit schöner Aussicht. Da ich gerne am Wasser wandere, liebe ich Wirte am Wasser. Über dieses Thema schreibe ich auch in meinem Online Magazin, dem Wanderführer Wirte am Wasser. Die erste Ausgabe erscheint am 1.11.19. Danach gibt es jeden Monat eine neue Ausgabe. Ab 1.6.20 gibt es eine Jahresausgabe, auch in gedruckter Form, worin alle bisherigen Wirte vorkommen. So wird die Jahresausgabe von Jahr zu Jahr dicker. Meine Ausgaben für Essen hier als Übersicht:

Vanlife: Meine Ausgaben fürs Essen #LebenImAuto

Mein Auto ist natürlich in meinem Leben der größte Kostenpunkt. Es dient ja auch zusätzlich als Wohnung mit zwei Schlafzimmern. Das Schlafzimmer im Dachzelt ist mein Masterbedroom. Das hatte ich ja schon auf dem Fabia. Das zweite Schlafzimmer unten ist – neben der Bodenfreiheit und besseren Fahreigenschaften – der Hauptgrund für den Kauf des Kodiaq. Wenn es stürmt, hagelt, gewittert oder unter 0 Grad hat, habe ich ein gemütliches Schlafzimmer unten. Was ich noch ergänzen werde, sind getönte Scheiben, um unten Privatsphäre zu haben. Als Dauerschlafzimmer ist es jedoch nicht geeignet: Die Matratze ist nur 90 cm breit, da die beiden Radkästen im Weg sind. Die Liegefläche ist nicht 100%ig eben, da die mittlere Rückbank nicht eben herunterklappt. Gut, das könnte man irgendwie ausgleichen. Aber das Wichtigste: Wenn man im Auto schläft, bildet sich Kondenswasser an den Fenstern. Bei einer Nacht kein Problem, das wieder wegzuwischen, aber für den Alltag etwas zeitaufwändig. Und man hat unten natürlich nicht die frische Luft im Schlafzimmer wie oben, wenn man die Fenster zu hat. Dafür ist es aber unheimlich ruhig und deshalb auch super geeignet, um an einer stark befahrenen Straße ruhig schlafen zu können, falls man nirgends anders etwas findet, oder falls man in der Stadt abends etwas trinken gegangen ist und das Auto aufgrund des Alkohols nicht mehr umparken kann. Außerdem kann man natürlich das zweite Schlafzimmer als Gästezimmer nutzen. Meine Ausgaben fürs Auto:

Vanlife: Meine Ausgaben fürs Auto #LebenImAuto #SUV #Skoda #Kodiaq

Wäsche waschen können die wenigsten Vanlifer direkt im Auto. Ich nutze Waschsalons. Eine Maschine mit 10 kg bei 40 Grad kostet inklusive Trocknen meistens 8-12 EUR, egal ob auf Teneriffa oder in Deutschland. Am angenehmsten habe ich es bisher in Landsberg am Lech erlebt. Wäsche abgeben, 3 Stunden später abholen, 12 EUR zahlen, fertig. Zum Thema Duschen: Ich habe mich bewusst gegen einen Bus oder Camper entschieden, in dem ich ein Bad haben könnte, vor allem wegen der Parkmöglichkeiten und der Fahreigenschaften. Ein SUV fährt sich einfach so viel sicherer, bequemer, angenehmer und wendiger. Und ich mag diese kleinen Duschkabinen in umgebauten Vans nicht besonders, auch nicht im Campingwagen. Ich möchte erstens Abwechslung beim Baden und Duschen haben und zweitens Platz. Am liebsten bade ich in Seen, im Meer, auch in Bächen. Für die Katzenwäsche zwischendurch nutze ich auch Feuchttücher. Zum Haare Waschen und Beine rasieren benötige ich natürlich trotzdem auch jeden 2. oder 3. Tag eine richtige Dusche. Normalerweise nutze ich auf Teneriffa dafür das Fitnessstudio, das eine 10er Karte für 27 EUR anbietet, die mir einen Monat reicht. In Deutschland nutze ich Schwimmbäder. Die günstigsten kostet zwischen 2,50 und 5 EUR Eintritt. Wenn ich etwas Besonderes möchte, und das werde ich im Dezember auf jeden Fall tun, fahre ich in eine Therme. In den letzten Monaten war ich zumindest viermal in der Therme, und zwar in Bad Birnbach. Im Dezember werde ich eine Christkindlmarkt-und-Thermen-Reise machen und jeden Tag eine neue ausprobieren. Darauf freue ich mich schon sehr.

Vanlife: Soviel gebe ich für Duschen und Wäsche waschen aus #LebenImAuto

Der größte sonstige Fixkostenpunkt ist die Krankenversicherung. Auf Teneriffa war ich angestellt, so dass der Arbeitgeber die Versicherung zahlte. Dafür hatte ich aber nur ein Nettoeinkommen von 1100 EUR monatlich (plus 13. und 14. Gehalt jährlich). In Deutschland bin ich freiberuflich tätig. Als Fremdsprachenkorrespondentin und Nachhilfelehrerin. Unter anderem arbeite ich für einige Hotels als Rezeptionistin. Vor allem in der Nachtschicht. Ich mag die Nachtschicht. Einige denken, das wäre strapaziös, und man könnte den Tag nicht genießen. Aber ich habe – genau wie alle anderen – morgens und abends meine Freizeit. Nur das Schlafen tagsüber ist etwas schwieriger als nachts. Ich komme damit jedoch gut klar. Am besten klappt es, wenn es regnet, weil dann kaum Spaziergänger an den Seen oder im Wald unterwegs sind. Hier meine sonstigen Fixkosten:

Vanlife: Meine sonstigen Fixkosten #LebenImAuto

Dann kommt bei mir noch die Reise einmal jährlich nach Teneriffa dazu. Das erste Mal war ich neun Monate auf Teneriffa. Das ist allerdings so nicht wirklich in Ordnung. Deutsche dürfen nur maximal 6 Monate mit deutschem Kennzeichen auf den Kanaren bleiben, dann muss das Auto spanisch gemacht werden, und daher durch den Zoll. Der verlangt 10% des Wertes des Autos. Bei meinem Kodiaq wären das über 3000 EUR. Umgebaute Vans haben Probleme, durch den ITV (=TÜV) zu kommen. Und dann hätte ich aber eine spanische Versicherung und müsste mich im Falle eines Unfalls mit den spanischen Fachbegriffen herumschlagen. Deshalb fahre ich das nächste Mal weniger als 6 Monate auf die Insel. Wahrscheinlich nur von 1.1.20 bis 31.4.20. So habe ich drei Monate mehr Sommer als andere, wodurch ich mehr wandern und am Strand spazieren gehen kann, als es hier auf dem Festland möglich wäre. Das ist mir die Kosten wert. Der Fabia kostete nur 289 EUR in eine Richtung mit der Fähre, weil er kürzer und nicht so hoch war. Der SUV ist hier um einiges teurer. Hier meine Kosten für die Reise:

Vanlife: Kosten für die Fahrt nach Teneriffa und zurück #LebenImAuto
Vanlife: Minimalistisches Leben mit Dachzelt und SUV VLOG#0026 #LebenImAuto

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